Betrug über Kleinanzeigenportal: Polizei und Verbraucherzentrale in Hamburg warnen vor falschen Käufern

Da sich Betrugsfälle zuletzt häuften, appellieren Polizei und Verbraucherzentrale Hamburg, bei Onlinegeschäften unbedingt auf sichere Zahlungswege zu achten.

Bei den bekanntgewordenen Fällen standen vor allem Verkäufer:innen im Visier der Täter:innen, die begehrte und hochwertige Artikel über ein Kleinanzeigenportal im Internet zum Verkauf anboten. Darunter befinden sich bislang unter anderem rund 40 Fälle, in denen „Playstation 5“-Spielekonsolen zum Kauf angeboten worden waren, in weiteren knapp 30 Fällen ging es um aktuelle iPhone-Modelle. Andere betroffene Verkäufer:innen hatten aber auch Samsung-Handys oder Designerbekleidung angeboten.

Betrug mit Bezahldienst „Paypal“

In den meisten Fällen erfolgte die Bezahlung über den Bezahldienst „Paypal“ unter Nutzung der Zahloption „Geld an Freunde und Familie senden“. Die Verkäufer:innen erhielten zunächst auch einen Zahlungseingang und übergaben die Gegenstände daraufhin an der Haustür oder einem vereinbarten Ort in der Stadt. Dass es sich aber um Betrug handelte, stellte sich meist kurze Zeit später durch eine Rückbuchung des Geldes heraus.

Das Geld war nämlich nie von den Täter:innenn selbst gekommen, sondern sie hatten sich für den Versand unterschiedlicher Tricks bedient. Zumeist tricksten sie dabei andere Nutzer:innen des Kleinanzeigenportals aus und ohne es zu ahnen, schickten diese ihr Geld an jene Verkäufer:innen, auf deren Artikel es die Täter:innen abgesehen hatten. In anderen Fällen ergaunerten die Täter:innen unter einem Vorwand aber auch Zugangsdaten und nahmen damit selbst Transaktionen in fremden Paypal-Konten vor.

Beliebt war bei den Täter:innen im Vorwege auch der Hinweis, die Zahloption „Geld an Freunde und Familie senden“ sei für Verkäufer:innen ja gebührenfrei, wodurch diese einen größeren Gewinn erzielen könne.

Das raten Polizei und Verbraucherzentrale

Folgende Hinweise haben Polizei und Verbraucherzentrale gegeben, um derartige Betrugsmaschen zu verhindern:

  • Setzen Sie sich ausgiebig auch mit den Hinweisen und Nutzungsbedingungen der Verkaufsplattformen und Bezahldienste auseinander, auch wenn sie immer wieder leider recht versteckt platziert sind!

Beispielsweise gilt:

Artikel, die persönlich abgeholt oder ausgeliefert werden, sind generell nicht vom Verkäuferschutz umfasst. Versenden Sie daher immer nur an die in den Transaktionsdetails angegebene Versandadresse. Auch bei einer Lieferung an eine hiervon abweichende Anschrift besteht kein Verkäuferschutz. Bei der Zahloption „Geld an Freunde und Familie senden“ gelten ebenfalls weder Käufer- noch Verkäuferschutz.

  • Entscheiden Sie sich für sichere Zahlungswege wie eine klassische Überweisung mit Buchung auf dem Konto oder, wenn es schneller gehen soll, verlangen Sie bei der Warenübergabe Bargeld!
  • Wenn die Ware übergeben wird, spricht auch nichts dagegen, sich vom Käufer/von der Käuferin den Ausweis zeigen zu lassen. Ein seriöser Käufer/eine seriöse Käuferin wird Verständnis dafür haben, dass der Verkäufer/die Verkäuferin sichergehen will, dass nur derjenige die Ware erhält, der sie auch bezahlt hat.
  • Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl! Wenn Ihnen etwas „komisch“ vorkommt, sollten Sie von einem Verkauf absehen.

> Weitere Tipps der Polizei zum sicheren Onlinekauf finden Sie hier!

> Die Verbraucherzentrale Hamburg stellt hier nützliche Informationen zu den Maschen der Täter:innen und Empfehlungen für eine sichere Kaufabwicklung zur Verfügung!

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