Baby bei 30 Grad aus Auto in Fehmarn befreit: Mann schreit verzweifelt nach Eltern und schlägt Fenster ein

Symbolfoto: Pixabay

Die strahlende Sonne sorgt binnen weniger Minuten im Auto für Gluthitze. Viele unterschätzen die schnell steigenden Temperaturen im Innenraum. So hat ein 47-jähriger Mann am vergangenen Freitag eine Autoscheibe in Burg auf Fehmarn (Kreis Ostholstein) eingeschlagen, um ein Baby aus einem parkenden Auto zu holen. An diesem Tag lag die Außentemperatur bei satten 30 Grad. Wie die Polizei Lübeck am Dienstag mitteilte, habe der Mann Babyschreie aus dem Auto gehört und zunächst nach den Autobesitzern gerufen. Er soll auch zwei Männer in der Nähe angesprochen haben, doch auch die wussten nicht, wo sich die Eltern befanden.

Vater will Scheibe bezahlt bekommen

Der Baby-Retter fackelte also nicht lang und schlug die rechte Fensterscheibe ein, weil das Baby hinten links im Auto saß. So konnte die hintere Tür geöffnet und das Kind aus dem Auto geholt werden. Der 57-jährige Besitzer des Toyota aus Bremen kehrte wenig später zu seinem Pkw zurück. Er berichtete, dass er und seine Familie sich auf dem Parkplatz ein wenig die Beine vertreten und die Sanitäreinrichtungen aufgesucht hätten. Weil der Säugling tief und fest geschlafen und der Wagen im Halbschatten gestanden habe, sei das Baby kurz im Auto geblieben. Und nach circa zehn Minuten sei er jetzt ja auch schon wieder da, um nach dem Säugling zu schauen. Der Autobesitzer besteht nun darauf, dass die kaputte Scheibe bezahlt wird und erstattete zusätzlich Anzeige wegen Sachbeschädigung. Die Anzeige wurde von der Polizei entgegengenommen. Vonseiten der Polizeistation Fehmarn wurde neben der Anzeige wegen Sachbeschädigung ein Bericht über den Verdacht der Kindeswohlgefährdung gefertigt und der zuständigen Behörde zugesandt.

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