Anklage gegen Arzt aus Hamburg wegen Ausstellens nicht richtiger Maskenpflicht-Atteste

Die Staatsanwaltschaft Hamburg hat gegen einen Arzt wegen Ausstellens nicht richtiger Atteste zur Befreiung von der Maskenpflicht Anklage erhoben. Der Beschuldigte sei Verantwortlicher der Initiative „Ärzte für Aufklärung“, teilte das Landgericht am Mittwoch mit. Ihm werde vorgeworfen, bewusst seine Stellung als Arzt missbraucht zu haben, um die gesetzlichen Regelungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu unterlaufen.

Der Mann soll zwischen April 2020 und Februar 2021 als Facharzt für Innere Medizin wiederholt Atteste zur Befreiung von der Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ausgestellt haben, ohne die betroffenen Personen – die im gesamten Bundesgebiet wohnten – zuvor untersucht zu haben. Dementsprechend enthielten die Atteste weder eine Befundmitteilung noch die erforderliche Diagnose. Dem Arzt drohen eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren.

Mit dpa

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