Angekündigte Stellenstreichungen: Neue Krisengespräche zwischen Enercon und Landespolitik

Das Enercon-Werk in Magdeburg. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Im Zuge der angekündigten Stellenstreichungen beim Windanlagenbauer Enercon gibt es erneut ein Krisengespräch zwischen Unternehmen und Landespolitik. Am heutigen Montagvormittag wird dazu die Enercon-Spitze zu einem Krisengespräch in Magdeburg erwartet. Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Armin Willingmann, Arbeitsministerin Petra Grimm-Benne (beide SPD) und Energieministerin Claudia Dalbert (Grüne) wollen von dem Unternehmen unter anderem genau wissen, wie viele Jobs in Magdeburg wegfallen.

In Aurich und Magdeburg sollen rund 3.000 Stellen gestrichen werden

Zudem soll es um Perspektiven für die Beschäftigten und die Zukunft des gesamten Standorts gehen. Zu den Gesprächen hat sich auch Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) angekündigt. Enercon hat angekündigt, im niedersächsischen Aurich sowie in Magdeburg rund 3.000 Stellen zu streichen.

Fertigung von Rotorblättern soll ins Ausland verlagert werden

Enercon begründete den Schritt, die Fertigung von Rotorblättern ins Ausland zu verlagern, mit dem stockenden Ausbau der Windenergie im Land. Das Unternehmen macht für die schwierigen Marktbedingungen auch politische Vorgaben verantwortlich. Politiker in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt bemühen sich seit Bekanntwerden der Streichungspläne um Lösungen. In den vergangenen Tagen führte unter anderem Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) Gespräche mit der Enercon-Spitze und Arbeitnehmervertretern.

dpa

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