André Schubert ist neuer Trainer bei Holstein Kiel

Trainer André Schubert. Foto: Maja Hitij/Archivbild

Das Warten an der Förde hat ein Ende. Kurz vor dem Start in die Vorbereitung auf die dritte Saison in der 2. Fußball-Bundesliga hat Holstein Kiel endlich einen neuen Trainer gefunden. Der Club verpflichtete André Schubert als Nachfolger von Tim Walter. Walter war nach nur einem Jahr zum Bundesliga-Absteiger VfB Stuttgart gewechselt.

„Mit André Schubert konnten wir einen Trainer für die KSV gewinnen, der von Nachwuchsarbeit über Auf- und Abstiegskampf bis Champions League schon auf einen weitreichenden Erfahrungsschatz zurückblicken kann“, sagte Holstein-Sportchef Fabian Wohlgemuth am Sonntag.

Schubert erhält bei den Kielern einen Vertrag bis zum 30. Juni 2021. Er soll am Mittwoch offiziell vorgestellt werden. Der 47-Jährige hatte zuletzt Eintracht Braunschweig trainiert. Sein Vertrag lief noch bis 2021. Noch vor kurzem hatte er im Fachmagazin „Kicker“ Wechselgedanken mehr oder minder dementiert. „Ich würde ja nicht mit neuen Spielern sprechen sowie die Vorbereitung planen, wenn ich kurz vor dem Absprung stünde“, hatte er gesagt.

Schubert hatte den Zweitliga-Absteiger im vergangenen Oktober nach einem völlig verkorksten Saisonstart übernommen und vor dem Absturz in die Regionalliga bewahrt. Trotzdem war der frühere Bundesliga-Coach von Borussia Mönchengladbach nicht unumstritten. Die Braunschweiger stehen nun vor dem Beginn der Vorbereitung am Montag ohne Trainer da. Laut Medienberichten soll der bisherige Co-Trainer Christian Flüthmann zum Chefcoach befördert werden.

Schubert wird hingegen am Donnerstag beim Laktattest und Trainingsauftakt in Kiel auf seine neue Mannschaft treffen. „Holstein hat in den letzten Jahren eine bemerkenswerte Entwicklung genommen und spielt einen attraktiven und offensivorientierten Fußball“, lobte er seinen neuen Arbeitgeber. Er freue sich darauf, die weitere Entwicklung des Vereins mitgestalten und vorantreiben zu dürfen. „Ich finde hier hervorragende Bedingungen, ein professionelles Umfeld, eine klare sportliche Ausrichtung und eine auf Perspektive und Wachstum ausgerichtete Infrastruktur vor.“

Holstein war der letzte Club aus der 1. und 2. Bundesliga, dem ein Trainer für die neue Saison fehlte. Wohlgemuth hatte sich viel Zeit bei der Suche gelassen. Unter anderen waren Thomas Reis von der U19 des VfL Wolfsburg und Christoph Dabrowski von der U23 von Hannover 96 gehandelt worden.

Nun fiel die Wahl auf Schubert, der bereits Mönchengladbach in der Champions League betreut hatte und auch beim SC Paderborn und FC St. Pauli arbeitete. „Er hat hohe Erwartungen an sich selbst und an seine Mannschaft, ist ein akribischer, leidenschaftlicher Arbeiter und verfolgt einen klaren Plan“, sagte Wohlgemuth. Er vermittele seine Vorstellungen und Anforderungen an sein Team durch einen klaren Führungsstil. „Daher sind wir davon überzeugt, dass er unsere junge Mannschaft emotionalisieren und führen kann und wir den Weg der KSV gemeinsam mit ihm erfolgreich bestreiten werden.“

DIe Kieler hatten in der vergangenen Saison unter Walter Platz sechs in der 2. Bundesliga belegt. Ein Jahr zuvor waren sie unter dem damaligen Trainer Markus Anfang als Aufsteiger erst in der Relegation zur Bundesliga gescheitert. Schubert muss nun mit Wohlgemuth nach dem Abgang einiger Leistungsträger ein neues Team aufbauen, das ähnlich erfolgreich agieren kann.

dpa

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