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Die Menschen in Hamburg können in der Corona-Krise nach Wochen der Einschränkungen neue Freiheiten genießen. Der Hamburger Senat hat am Dienstag weitere Lockerungen bei den Einschränkungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie beschlossen. Diese sollen größtenteils ab dem 12. Mai in Kraft treten.

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) eröffnet die Pressekonferenz im Rathaus mit einer Ankündigung: „Wir haben weitere Möglichkeiten, die Kontaktverbote zu lockern. Das wird ab morgen wirksam werden.“ Tschentscher lässt die vergangenen zwei Monate Revue passieren und vergleicht die Situation zunächst mit Italien und Spanien. Das Konzept „Abstandhalten“ habe einen großen Teil dazu beigetragen, dass das Gesundheitssystem nicht überlastet wurde. Peter Tschentscher (SPD) erklärt, dass der Infektionsschutz in Hamburg weiterhin aufrechterhalten werden soll.

„Wir alle tragen die Verantwortung“

Er unterstreicht, dass die große Verantwortung nun auf den Schultern der Politik liegt. „Wir sind in Hamburg sehr vorsichtig“, erklärt der Bürgermeister. In der heutigen Konferenz sollen weitere Lockerungen erklärt werden. Tschentscher spricht eine klare Botschaft an alle Hamburger*innen: „Wir sind sehr erfolgreich und konnten das Infektionsgeschehen erfolgreich einschränken. Wir dürfen aber nicht die Disziplin verlieren. Wir alle tragen die Verantwortung, was in den nächsten Wochen passiert.“

Die Pressekonferenz können Sie hier in voller Länge verfolgen:

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Zurzeit sind 85 Prozent der erkrankten Hamburger*innen wieder genesen. Die Zahl der akut Infizierten sei auf 450 gesunken. 105 befänden sich derzeit stationär im Krankenhäusern, 42 von ihnen auf einer Intensivstation. „Die Lockerungen werden nur funktionieren, wenn sich alle an die Regeln halten und sie auch in ihrem privaten Leben berücksichtigen“, unterstreicht Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storks.

Der Senat will folgende Lockerungen ab Mittwoch, 13. Mai, umsetzen:

  • In Hamburg dürfen sich ab Mittwoch nun zwei Haushalte mit einer maximalen Anzahl von zehn Personen treffen. Die Regelung sei ausdrücklich auf zwei Haushalte beschränkt.
  • Restaurants in Hamburg dürfen unter Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln wieder öffnen. Das Abstandsgebot von 1,50 Metern muss hier eingehalten werden. Außerdem müssen die Kontaktdaten der Besucher*innen dokumentiert werden.
  • Kitas: Ab 18. Mai dürfen Vorschulkinder wieder kommen.
  • Im Einzelhandel gilt: Es darf sich maximal ein Kunde auf 10 Quadratmetern bewegen.
  • Körpernahe Dienstleistungen sind ab dem 13. Mai wieder erlaubt (Tattoo-Studios und Kosmetik etc.). Hier ist eine Atemschutzmaske notwendig.
  • Hotels dürfen ab 13. Mai wieder für Touristen öffnen, aber nur 60 Prozent ausgelastet werden.
  • Alle öffentlichen und privaten Sportstätten im Freien dürfen wieder genutzt werden, sofern die Sportausübung bzw. der Trainingsbetrieb kontaktfrei erfolgen.
  • Mannschaftssportarten unter freiem Himmel sind wieder erlaubt. Die Durchführung von Sportkursen und -schulungen im Freien ist unter Einhaltung der Auflagen ebenfalls zulässig. Das Zusammentreffen von Gruppen auf öffentlichen und privaten Sportanlagen ist demnach erlaubt, wenn es der gemeinsamen Sportausübung dient. Auch die Vermietung von Sportgeräten wie Fahrrädern oder Booten ist ab Mittwoch wieder möglich.
  • Besuch in Pflegeeinrichtungen: Besuch von einer Person für eine Stunde – bis zu drei Stunden in der Woche. (ab 18.5.)
  • Bars und Diskotheken bleiben weiterhin geschlossen.

Innensenator Andy Grote kündigt an, dass die genannten Lockerungen in der kommenden Zeit intensiv kontrolliert werden sollen. „Wir behalten uns vor, dass gewisse Lockerungen auch wieder infrage gestellt werden können,“ erklärt der Senator.

Ab dem 25. Mai sollen auch die restlichen Klassen in den Unterricht zurückkehren. Hier sollen aber nur 30 bis 40 Prozent der Schüler gleichzeitig in den Schulen sein. Die entsprechenden Klassen sollen jeweils nur einen Tag in der Woche oder fünf bis sechs Stunden Unterricht haben. Bis zu den Sommerferien soll der Fernunterricht ein weiteres Element der Schulbildung bleiben.

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