Warnstreik in Salzgitter: Rund 2.000 Metaller legen Arbeit nieder

Thema am 10.03.2017
Array

Jedes Jahr im Frühjahr ist es das gleiche Spiel: Die Tarifverhandlungen stocken. Die Arbeitnehmer wollen mehr Geld, doch die Arbeitgeber lehnen ab. Was dann folgt, ist ein zähes Ringen. Bei den Metallern beginnt jetzt der Machtkampf. In Salzgitter hat die IG Metall am Freitag zu Warnstreiks aufgerufen. Rund 2.000 Arbeiter der Frühschicht aus den Stahlbetrieben haben sich beteiligt und ihre Arbeit niedergelegt. Die Gewerkschaft fordert 4,5 Prozent mehr Lohn – die Arbeitgeber haben bislang nur 1,3 Prozent angeboten. Das ist weniger als ein Inflationsausgleich. An der Basis brodelt es. Neben einer Lohnerhöhung kämpft die IG Metall außerdem für eine Verlängerung der Regeln, die eine Altersteilzeit erlauben. Am 16. März werden sich Arbeitgeber und Gewerkschaften zu einer dritten Verhandlungsrunde treffen. Danach wird klar, ob es in diesem Frühjahr viele Streiks in einem langen und harten Arbeitskampf geben wird.

© Sat.1 Norddeutschland GmbH