Todesschüsse in Supermarkt: Prozess gegen 31-Jährigen in Bremen begonnen

Thema am 13.04.2018
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Vor fünf Monaten hat ein Mann am helllichten Tag einen entfernten Verwandten in einem Bremer Supermarkt erschossen. Am Freitag hat der Prozess vor dem Landgericht Bremen begonnen. Der Angeklagte Rene A. sieht sich eher als Opfer. In einem psychiatrischen Gutachten, das vor dem Landgericht Bremen verlesen wurde, schildert der 31-jährige Sinti, er habe schon Monate vor der Schießerei im Supermarkt Morddrohungen von der Familie des Opfers erhalten und sei in ständiger Angst um sein eigenes Leben gewesen. Er habe sich daher verteidigen wollen.

Ob es heimtückischer Mord war oder ob der Angeklagte in Notwehr gehandelt hat, muss nun der Prozess zeigen. Das Urteil soll im Juni fallen.

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