Schellhornerin päppelt Hasen- und Kaninchenwaisen wieder auf

Thema am 02.05.2017
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Wer auf den Feldern in Schleswig-Holstein einmal ganz genau hinschaut, kann unter Umständen kleine, sehr gut getarnte Fellknäuel sehen. Es sind junge Hasen und Kaninchen, die ihre Mutter verloren haben und als Waisen durch die Gegend hoppeln. Birte Heckel-Neubert aus Schellhorn bei Preetz kümmert sich um sie. Die ehemalige Medizinisch-technische Assistentin weiß als Jagdscheinbesitzerin gut Bescheid über das Niederwild und hat über die Uni Wien zusätzliche Kenntnisse erworben – das hilft bei der Aufzucht und Wiederauswilderung. In den letzten Monaten hat sie nur dreimal durchgeschlafen. Sonst heißt es nachts raus und Füttern. In den ersten Tagen werden die Tiere mit Tee mit Milch und extra viel Fett sowie Vitaminen aufgepäppelt. Die Tierpflege ist für Birte Heckel-Neubert kein bloßes Hobby. Die Zeiten, wo es von Kaninchen und Hasen in freier Wildbahn nur so wimmelte, sind längst vorbei. Wegen Monokulturen und Spritzmittel in der Landwirtschaft wird das Niederwild immer weniger.

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