Preisverfall: Milchbauer aus Borghorsterhütten stellt auf Fleischbetrieb um

Thema am 16.08.2016
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Die Milchviehbetriebe in Schleswig-Holstein leiden weiter unter dem Milchpreis. Der liegt nach wie vor bei dramatisch niedrigen 20 Cent pro Liter. Um die 250 der rund 4.000 schleswig-holsteinischen Milchbauern sind in der Krise bereits auf der Strecke geblieben. Andere bauen sich jetzt eine ganz neue Existenz auf – so wie Jens und Maya Seyer aus Borghorsterhütten bei Kiel. Sie wollen sich nun von ihren rund 100 schwarzbunten Milchkühen verabschieden und auf Fleischrinder umsteigen. Das neue Unternehmenskonzept sieht vor, bewusst Fleisch unterschiedlichster Rassen anzubieten. Dazu gehören Angus-Rinder, Galloways und Jerseys und es soll Rindfleisch für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel geben. Einen Großteil des Fleisches wollen die Seyers direkt vermarkten. Ihre Rinder werden in der Region geschlachtet, zerlegt und weiterverarbeitet. Doch bis zum Schlachttermin soll es den Tieren rundum gut gehen. Die Betriebsumstellung ist zwar ein Wagnis mit ungewissem Ausgang, aber die einzige Möglichkeit für die Seyers, den Hof weiter zu führen.

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