Messerstecher von Barmbek: Innensenator Grote räumt Behördenfehler ein

Thema am 10.08.2017
Array

Am Mittwoch hat sich der Innenausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft in einer Sondersitzung mit der Frage beschäftigt, wie es zu der Messerattacke in Barmbek kommen konnte. Ein Mann wurde dabei getötet und sieben weitere Personen verletzt. Innensenator Andy Grote räumte Fehler von Behördenseite ein: Es habe viele Informationen über den späteren Attentäter gegeben – zu einer Behördenübergeifenden Besprechung kam es jedoch nie. Mitten in die Sitzung platzte außerdem die Nachricht des Recherchenetzwerks von WDR, SZ und NDR, der Attentäter habe ausgesagt, dass er ursprünglich mit einem Lkw in eine Menschenmenge fahren wollte, um möglichst viele Hamburger zu töten. Konsequenzen: Neue verbindliche Verfahren beim Landeskriminalamt sollen den Ermittlern bei der Arbeit helfen. Der Innensenator stellte mehr psychologisches Personal in Aussicht. Außerdem werden 400 Altfälle neu überprüft, was nach Aussagen der Verantwortlichen Monate dauern dürfte.

© Sat.1 Norddeutschland GmbH