Känguru als Haustier: Außergewöhnliches Familienmitglied in Bergen

Thema am 09.11.2017
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Bei Kängurus denkt man für gewöhnlich an das weit entfernte Australien und nicht an einen Garten im niedersächsischen Bergen. Doch genau dort – im Garten von Familie Müller – springt ein Känguru namens Viggo munter durch die Gegend. Der australische Zweibeiner ist ein Waisenkind aus einem Zoo bei Karlsruhe, seine Mutter starb wenige Monate nach der Geburt. Benjamin Müller nahm das Rotnackenwallabie deshalb kurz entschlossen bei sich auf. Täglich füttert er es mit speziellem Kängurumüsli, macht sauber und baute in dem Garten der Familie Rückzugsräume für das nachtaktive Tier.

Laut Veterinäramt benötigt ein Känguru allerdings 200 Quadratmeter Platz und mindestens einen Artgenossen zum Spielen. Außerdem sind Büsche zum Verstecken und eine Sandkuhle notwendig. Doch der Garten von Familie Müller ist 50 Quadratmeter zu klein und der Spielkamerad ein sechsjähriger Junge. Das Amt prüft deshalb gerade, ob das Känguru bei Ziehvater Benjamin Müller überhaupt bleiben kann. Der hofft, dass die Behörde eine Ausnahme macht. Aber Viggo darf wohl nur bleiben, wenn die Anforderungen erfüllt werden.

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