Dänische Ausländerministerin fordert befristete Grenzkontrollen für Transitflüchtlinge

Thema am 08.12.2015
Array

Gerade war die Zahl der Transitflüchtlinge in Schleswig-Holstein leicht zurückgegangen, da sorgt eine Meldung aus Dänemark für Sorgenfalten. In Kopenhagen will man zeitlich befristete Grenzkontrollen beschließen. Künftig sollen nicht nur Tickets, sondern auch Pässe von Reisenden kontrolliert werden. Die dänische Ausländerministerin Inger Støjberg will ein neues Gesetz per Eilverfahren durchs Parlament bringen. Und das könnte nicht nur Auswirkungen für die Transitflüchtlinge selbst haben, sondern auch für Verkehrsunternehmen, die über die Grenze wollen. Mitarbeiter in Bussen, Bahnen oder Reedereien sollen dann verpflichtet sein, einreisende Passagiere zu kontrollieren. Beim Helfernetzwerk in Flensburg geht man davon aus, dass die meisten Flüchtlinge keine Papiere haben. Sie würden vermutlich in der Grenzstadt stranden, sollte Dänemark das neue Gesetz verabschieden. Allerdings wurden die Maßnahmen von den Dänen schon häufiger angekündigt – passiert ist aber bislang nichts.

© Sat.1 Norddeutschland GmbH