Bremer Firma entwickelt neues Verfahren für Glasfaser-Recycling

Thema am 15.09.2016
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Surfbretter, Fensterverkleidungen, aber auch die Flügel von Windkraftanlagen werden aus glasfaserverstärktem Kunststoff, abgekürzt GFK, gefertigt. Der universelle Baustoff hat aber einen ganz großen Nachteil, denn GFK-Abfälle sind Sondermüll und auf Deponien dürfen sie schon seit zehn Jahren nicht mehr gelagert werden. Eine Bremer Firma hat jetzt ein neues Verfahren zur Wiederverwertung entwickelt. Herzstück des Verfahrens ist ein riesiger Schredder. Er produziert winzige Glasfaserteile, die dann an ein Zementwerk geliefert werden. Dort werden die Fasern verbrannt und ihre Asche ersetzt den Sand im Zement. 40.000 Tonnen GFK pro Jahr will die Bremer Firma neocomp so recyclen. Dass sich der aufwendige Prozess lohnt, liegt daran, dass es für Produzenten von glasfaserverstärktem Kunststoff immer schwieriger wird, ihre Abfälle überhaupt zu entsorgen.

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