ADAC vergleicht Preise: Sind Monatskarten in Hamburg wirklich so teuer?

Eine S-Bahn verlässt den Bahnhof Altona in Hamburg. Foto: Soeren Stache/Archivbild

Wer in Hamburg regelmäßig mit dem Bus und Bahn fährt, muss deutlich tiefer in die Tasche greifen als Pendler in anderen Großstädten. Das hat ein Vergleich der Preissysteme des öffentlichen Nahverkehrs in 21 Städten ergeben, die der Automobilclub ADAC am Mittwoch veröffentlicht hat. Demzufolge zahlen Pendler in der Hansestadt 109,20 Euro für ein Monatsticket, während in der bayerischen Hauptstadt nur 55,20 Euro fällig sind. Dafür liegt der Hamburger Verkehrsverbund (HVV) bei den Einzeltickets im positiven Sinne weit vorn. Das kostet nur 2,30 Euro für eine Fahrt und landet damit auf Platz zwei hinter Mannheim. Dort zahlen Fahrgäste für eine Tour durch die Stadt 50 Cent weniger. Der ADAC hatte das Preissystem des öffentlichen Nahverkehrs in 21 Städten ausgewertet hat.

„Wer eine wirkliche Verkehrswende möchte, muss darauf achten, dass der öffentliche Nahverkehr ein attraktives Angebot ist, auch preislich“, sagte Ingo Meyer, Vorstandsvorsitzender des ADAC Hansa, laut Mitteilung. Dazu gehöre auch die Abschaffung der Stellplatzgebühren bei „Park & Ride“-Anlagen, für die Hamburger nochmals 100 Euro im Jahr aufbringen müssten.

Im Rahmen des Preisvergleichs hat der ADAC nach Eigenaussage die Preise der sieben relevantesten Ticketarten im jeweiligen Stadtgebiet deutscher Städte über 300.000 Einwohner erhoben.

Hans Pieper, der stellvertretende Pressesprecher des ADAC Hansa e.V. äußert sich zu der Studie:

dpa

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