Zoll deckt Zigarettenschmuggel auf – drei Festnahmen

Zollfahnder aus Hannover decken Zigarettenschmuggel in Ostwestfalen-Lippe und Oberursel auf – drei Verdächtige kommen in U-Haft. (Symbolbild) Julian Stratenschulte/dpa
Zollfahnder aus Hannover decken Zigarettenschmuggel in Ostwestfalen-Lippe und Oberursel auf – drei Verdächtige kommen in U-Haft. (Symbolbild) Julian Stratenschulte/dpa

Hannover (dpa) –

Zollfahnder haben Zigarettenschmuggler in Nordrhein-Westfalen und Hessen auffliegen lassen und drei Menschen festgenommen. Am frühen Mittwochmorgen seien bei Durchsuchungen in mehreren Orten in Ostwestfalens-Lippe und in Oberursel im Taunus rund 37.500 unversteuerte Zigaretten, 12.500 Euro Bargeld, eine Geldzählmaschine, Smartphones und weitere elektronische Beweismittel gesichert worden, teilte das Zollfahndungsamt Hannover mit. 

Bei den drei Festgenommenen handelt es sich den Angaben zufolge um zwei Männer im Alter von 43 und 47 Jahren sowie eine 31-jährige Frau. Sie wurden inzwischen dem Haftrichter vorgeführt, der für alle drei Untersuchungshaft anordnete.

Steuerschaden von mehr als sieben Millionen Euro vermutet

Die Verdächtigen sollen seit 2024 «in großem Ausmaß» mit unversteuerten Zigaretten gehandelt haben. Die Zollfahnder gehen davon aus, dass die mutmaßlichen Täter in dem Zeitraum fast 40 Millionen illegale Zigaretten in Ostwestfalen-Lippe umgeschlagen haben. Dafür sollen sie gemeinsam mit weiteren Mittätern in Detmold und Lemgo Lagermöglichkeiten angemietet haben, über die der Schwarzhandel der – mutmaßlich gefälschten – Zigaretten abgewickelt worden sein soll.

«Nach dem gegenwärtigen Stand der Ermittlungen gehen wir von einem Steuerschaden von mehr als sieben Millionen Euro aus», sagte Monika Dennhardt, die Leiterin des Zollfahndungsamtes Hannover. Sie sprach von «organisierten kriminellen Strukturen»: «Wer Tabakwaren aus illegalen Quellen konsumiert, dem muss klar sein, dass er solche kriminellen Strukturen dadurch mitfinanziert.» Das Zollfahndungsamt ermittelt im Auftrag der Staatsanwaltschaft Bielefeld. Insgesamt rund 100 Beamte waren im Einsatz, darunter eine Spezialeinheit des Zolls.

© dpa-infocom, dpa:260312-930-805980/1

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