48-Stunden-Streik der Flugbegleiter: Auch im Norden diverse Lufthansa-Flüge ausgefallen

Der Hamburger Flughafen am Donnerstagmorgen. Foto: Melina Runde

Der 48-Stunden-Streik des Kabinenpersonals der Lufthansa hat auch an den Flughäfen im Norden für erste Flugausfälle gesorgt. Auch Passagiere anderer Airlines waren teilweise verunsichert und befürchteten, dass auch sie von den Ausfällen betroffen sein könnten. Insgesamt war die Lage am Morgen dennoch recht entspannt. „In den Terminals ist es sehr ruhig“, sagte eine Flughafensprecherin am Morgen. Die meisten Passagiere hätten sich im Vorhinein über den Status ihrer Flüge erkundigt und seien dementsprechend gut informiert.

Massive Störungen den ganzen Tag erwartet

Lufthansa-Passagiere müssen sich weiter auf massive Störungen der Verbindungen nach München und Frankfurt einstellen. Wegen des Streiks werden etliche Flüge auf diesen beiden Strecken ausfallen. Kurzfristig kann sich die Lage immer noch ändern, doch am Vormittag wurde auf den Webseiten der norddeutschen Airports Folgendes ersichtlich:

Flughafen Hamburg: Alle Ankünfte und Abflüge am Donnerstag und Freitag nach Frankfurt wurden gestrichen, nach München wurden 25 Abflüge (von geplanten 38) sowie 25 Ankünfte (von geplanten 38) an beiden Tagen gecancelt.

Bremen Airport: Auch in Bremen wurden alle Ankünfte und Abflüge nach Frankfurt gestrichen, nach München wurden 8 Abflüge (von geplanten 14) sowie 8 Ankünfte (von geplanten 14) an beiden Tagen gecancelt.

Hannover Airport: Nach Frankfurt wurden 7 Abflüge (von geplanten 10) sowie 9 Ankünfte (von geplanten 10) gestrichen, nach München wurden bislang 10 Abflüge (von geplanten 17) sowie 10 Ankünfte (von geplanten 17) gecancelt.

Was Betroffene jetzt tun können

Die Lufthansa empfiehlt allen Passagieren, ihre Verbindungen zu überprüfen und hat Ausweichmöglichkeiten angeboten. Die Verbraucherzentrale weiß zudem, dass es einen großen Unterschied macht, ob Sie das Ticket selbst bei der Fluglinie gebucht oder eine Pauschalreise abgeschlossen haben. Eine Pauschalreise liegt meist vor, wenn Sie Flug, Unterkunft, Mietwagen oder andere Bestandteile bei einem Anbieter als Paket gekauft haben.

Flug selbst gebucht

Wer den Flug, der wegen des Streiks ausfällt, selbst gebucht hat, hat nun zwei Möglichkeiten:

1. Sie können auf einem Ersatzflug bestehen: Ein solcher Ersatzflug steht Ihnen nach Artikel 8 der Fluggastrechteverordnung zu. Die Airline muss ihn Ihnen im Rahmen ihrer Möglichkeiten anbieten. „Das kann aber bedeuten, dass Sie einige Tage früher als gedacht oder erst einige Tage später fliegen können, sobald Maschinen der Airline die Verbindungen wieder bedienen und Plätze frei sind“, so die Verbraucherzentrale.

➡️ Zum Thema Betreuungs- oder Ausgleichszahlungen gibt die Verbraucherzentrale ebenfalls hier wichtige Infos!

Flug im Rahmen einer Pauschalreise gebucht

Wenn Ihr Flug Teil einer Pauschalreise ist, Sie also Flug, Unterkunft, Mietwagen oder andere Bestandteile bei einem Anbieter als Paket gekauft haben, dann wenden Sie sich statt an die Airline an Ihren Reiseveranstalter und drängen Sie auf eine Lösung mit einer anderen Airline, Zügen oder späteren Flügen. Veranstalter einer Pauschalreise sind auch bei Streiks in der Verantwortung für Kosten (für Verpflegung, Unterkunft, Taxifahrten und Telefonate), die bei Ihnen durch eine Verspätung entstehen. Drängen Sie zum Beispiel auch auf eine Unterkunft für die Nacht, wenn nicht am selben Tag eine Ersatzmaschine für Sie startet.

Bei Ärger eine Schlichtungsstelle kontaktieren

Werden Sie sich mit Fluglinien über Verspätungen oder Ausfälle nicht einig, können Sie die zuständige Schlichtungsstelle anrufen. Die hilft auch nach Streiks.

➡️ Hier geht es zum Online-Formular!

 

> Weitere wichtige Informationen der Verbraucherzentrale zu Airline-Streiks

> Lufthansa.com

 

dpa/sag

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