2.261 Tiere aus 289 Arten: Inventur im Zoo Osnabrück

Um den Jahreswechsel zählten die Tierpfleger im Zoo Osnabrück mehrere Tage lang Frösche, Pinguine, Nacktmulle und Co. für die tierische Inventur. Am 30. Dezember kam noch ein männliches Kirk-Dikdik zur Welt – das letzte in 2018 geborene Jungtier. Bereits am 1. Januar schlüpfte der erste Nachwuchs des neuen Jahres: ein Balistar, Vertreter einer vom Aussterben bedrohten Art.

„Mit 2.261 Individuen aus 289 Tierarten beherbergen wir weniger Tiere als vor einem Jahr – da waren es 298 Arten und 2.656 Individuen“, fasst der wissenschaftliche Kurator Andreas Wulftange die tagelange Arbeit der Tierpfleger zusammen. „Generell wissen wir natürlich wie viele Löwen, Tiger oder Elefanten bei uns leben. Einmal im Jahr überprüfen wir aber alle Zahlen noch einmal und führen sie zusammen.“ Die Zoomitarbeiter zählten zum Jahreswechsel von Axolotl bis Zebramanguste alle Säugetiere, Vögel, Reptilien, Amphibien, Fische und Wirbellose, die im Zoo Osnabrück leben. „Allerdings gibt es auch Ausnahmen: Die Kollegen müssen zum Beispiel nicht jede Ameise und jeden Fisch abzählen – einige Arten werden auch als Völker, Gruppen oder Kolonien in unserem Bestand geführt“, schmunzelt der Biologe. Wenn die Tierpfleger und Kuratoren zwischen Weihnachten und Neujahr den Tierbestand erfassen, nutzen sie die Gelegenheit, um einige Zoobewohner auch zu wiegen und zu vermessen, weiß Wulftange. „Das machen wir aber natürlich auch das ganze Jahr über bei den regelmäßigen Gesundheits-Checks.“

Weniger Tiere und Tierarten als im Vorjahr

Insgesamt beherbergt der Zoo Osnabrück neun Tierarten und 395 Individuen weniger als im Vorjahr. „Allgemein geht der Zootrend dahin weniger Tiere und Tierarten zu halten, dafür den einzelnen Individuen aber mehr Platz zu bieten“, erklärt Wulftange. Zwar seien für die 2018 eröffnete Nordamerika-Tierwelt „Manitoba“ neue Tierarten eingezogen, dafür sind andere Arten jedoch nicht mehr am Schölerberg vertreten. Insbesondere bei den Vögeln schlage ein Unterschied von zehn Arten weniger als im Vorjahr ins Gewicht.

Kommen und Gehen

„Das vergangene Jahr war in tierischer Hinsicht sehr spannend, aber manchmal auch traurig: Es gab Tierwechsel, erfreuliche Geburten, aber leider verstarben auch Tiere. So zum Beispiel der Seelöwe Diego, der vorübergehend aus dem Zoo Dortmund zu uns gezogen war, oder unsere Braunbärin Susi, die sehr alt geworden ist“, berichtet der Kurator. Bei den vom Aussterben bedrohten Nerzen gelang jedoch zum ersten Mal die Aufzucht von sechs Jungtieren. Ebenfalls freuen sich die Tierpfleger über ein männliches Jungtier bei den Kirk-Dikdiks, eine Antilopenart. Der Nachwuchs kam Ende Dezember (30.12.) als letzter Nachwuchs des Jahres 2018 zur Welt und wird nun von den Eltern aufgezogen – derzeit noch größtenteils im geschützten Innenbereich.

Quelle: Zoo Osnabrück

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