17-Jährige in Flensburg erstochen: Urteil erwartet

Das Gebäude des Landgerichts Flensburg. Foto: Frank Molter/Archiv

Im Mordprozess um die tödlichen Messerstiche auf eine 17 Jahre alte Flensburgerin will das Landgericht Flensburg heute sein Urteil fällen. Der Staatsanwalt hatte in seinem Plädoyer gegen den Angeklagten eine lebenslange Haftstrafe wegen Mordes gefordert. Die Vorwürfe gegen ihn haben sich seiner Ansicht nach vollumfänglich bestätigt.

Der Asylbewerber aus Afghanistan ist angeklagt, die junge Deutsche Mitte März 2018 in ihrer Wohnung mit 14 Messerstichen getötet zu haben. Die Nebenklage schloss sich der Forderung der Staatsanwaltschaft an. Umstritten ist das Alter des Angeklagten. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass er älter als 21 Jahre ist, die Verteidigung hält ihn für jünger.

Der Verteidiger hatte auf Freispruch plädiert: Die Indizien könnten allesamt anders gewertet werden, als es die Staatsanwaltschaft getan habe. Sollte sein Mandant verurteilt werden, könne seiner Ansicht nach keine Verurteilung wegen Mordes in Betracht kommen. Der Angeklagte selbst, der während des Prozesses geschwiegen hatte, hatte in seinem letzten Wort erklärt, er habe die Tat nicht begangen.

dpa

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