100. Geburtstag: 1500 Gäste zum Festakt von Helmut Schmidt erwartet

Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD). Foto: Marcus Brandt/Archiv

Mit einem großen Festakt feiert Hamburg den 100. Geburtstag seinen Ehrenbürgers und Altkanzlers Helmut Schmidt. Rund 1500 Gäste werden dazu am Samstag in der Elbphilharmonie erwartet, darunter neben Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) und mehreren Senatoren Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bundesratspräsident Daniel Günther (CDU), die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini und Altkanzler Gerhard Schröder. Der Festakt soll Höhepunkt und Abschluss der Feierlichkeiten zum 100. Geburtstag Schmidts bilden, der allerdings schon zwei Monate zurückliegt.

Eine Nachfeier sei beste Schmidt’sche „Tradition“, sagt Ulfert Kaphengst von der Bundeskanzler Helmut Schmidt-Stifung, die gemeinsam mit dem Senat zu dem Festakt geladen hat. Schon zu Lebzeiten habe Schmidt mit Rücksicht auf den Trubel der Weihnachtstage runde Ehrentage lieber im Januar oder Februar gefeiert. Am 23. Dezember 1918 in Hamburg-Barmbek geboren, war Schmidt im November 2015 kurz vor Vollendung seines 97. Lebensjahres in seinem Haus in Langenhorn gestorben.

Bei dem Festakt soll das Lebenswerk des früheren Hamburger Innensenators, Ehrenbürgers, Bundeskanzlers und Staatsmannes in Musik, Wort und Bild gewürdigt werden. Im Mittelpunkt steht dabei die Einigung Europas, für die Schmidt stets eingetreten war. Sie wird auch Thema der Festreden von Steinmeier und Mogherini sein. Die musikalische Begleitung übernimmt das Ensemble Resonanz und die Big Band der Bundeswehr.

Das Programm zu Schmidts 100. hatte im vergangenen Jahr schon lange vor dem eigentlichen Stichtag begonnen – unter anderem mit Foto-Ausstellungen, Gedenkmedaille und einer Sonderbriefmarke.

Schmidt war von 1974 und bis 1982 als Nachfolger von Willy Brandt der zweite sozialdemokratische Bundeskanzler Deutschlands. In seine Amtszeit fielen die Ölkrise in den 70er Jahren, der Kampf gegen den Terrorismus der „Roten Armee-Fraktion“ und die Auseinandersetzung um den Nato-Doppelbeschluss. Den Hamburgern ist Schmidt insbesondere wegen seines Engagements während der Sturmflut 1962 in Erinnerung geblieben, als er als Innensenator entgegen geltenden Rechts die Bundeswehr zu Hilfe rief und damit viele Menschenleben rettete.

dpa

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