Neu aufgerollter Prozess um verhungerte Lara Mia steht kurz vor dem Abschluss

Thema am 10.01.2017
Array

Der Tod der kleinen Lara Mia im März 2009 beschäftigt noch immer das Hamburger Landgericht. Ihre Mutter war bereits im November 2011 zu drei Jahren Jugendstrafe verurteilt worden, weil sie ihre kleine Tochter über Monate hatte hungern lassen. Auch der Stiefvater wurde bereits 2010 verurteilt. Die Staatsanwaltschaft ließ den Prozess jedoch neu aufrollen, weil sie die verhängte Bewährungsstrafe für zu gering hielt. Nun steht auch das neue Verfahren kurz vor dem Abschluss.

Staatsanwaltschaft und Verteidigung haben am Dienstag ihre Plädoyers gehalten. So fordert die Staatsanwaltschaft eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und acht Monaten für den Stiefvater. Sie sieht einen vorsätzlichen versuchten Totschlag durch Unterlassen als erwiesen an. Die Verteidigung fordert ebenfalls eine Bewährungsstrafe, jedoch keine Verurteilung wegen vorsätzlichen versuchten Tötungsdelikts und außerdem eine Verurteilung nach Jugendstrafrecht. Das Urteil wird am 19. Januar verkündet.

© Sat.1 Norddeutschland GmbH