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Flüchtlingskriminalität in Schleswig-Holstein: Polizei veröffentlicht Zahlen und Fakten

Thema am 30.10.2015
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Ein Stichwort fällt immer häufiger im Zusammenhang mit dem Thema Flüchtlinge: Kriminalität. Viele Gerüchte machen die Runde über steigende Einbruchszahlen, vermehrte Ladendiebstähle und Körperverletzungen. Um das Thema „Flüchtlingskriminalität“ einmal ganz objektiv zu bewerten, hat Freitag das Landeskriminalamt in Kiel zu einem Pressegespräch geladen und konkrete Zahlen und Fakten veröffentlicht.

Bislang wurden Straftaten, in denen Flüchtlinge verwickelt waren, gar nicht explizit in der polizeilichen Kriminalstatistik aufgeführt. Weil aber ein Informationsbedürfnis bei Bürgern und Politikern vorhanden ist, haben die Beamten nun die Zahlen aus dem polizeilichen Vorgangsbearbeitsungssystem geholt und daraus ergibt sich Folgendes: Insgesamt gab es seit dem 1. September dieses Jahres 888 Straftaten mit Flüchtlingsrelevanz – davon richteten sich 149 gegen Flüchtlinge, 506 Straftaten wurden von Flüchtlingen begangen, 222 mal gab es Delikte unter den Asylsuchenden und 11 Taten werden dem Unterstützer- bzw. Gegnerkreis zugerechnet.

In der näheren Betrachtung der Zahlen fallen tatsächlich zwei Straftatbestände besonders ins Auge: Eigentumsdelikte, zu denen sowohl Ladendiebstahl als auch Einbruchdiebstahl zählen und Körperverletzungen. Bricht man die Gesamtzahl der Delikte auf den Tag runter landet man bei 15 Straftaten pro Tag, gerechnet auf über 30.000 Flüchtlinge im Land.