„Erntezeit“ bei Binnenfischern: Meerforelle soll in Schwentine wieder heimisch werden

Thema am 11.01.2017
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Helmut Schwarten aus Bad Malente ist Fischzüchter. Doch wenn er die Meerforellen aus dem Kellersee holt, dann nicht, um sie zu verkaufen. Er melkt die Tiere ab, um die kostbaren Fischeier zu gewinnen. Anschließend werden sie mit Samen befruchtet. Damit will er erreichen, dass die Meerforelle auch in der Schwentine wieder in großer Zahl heimisch wird. In den vergangenen Jahren wurden so rund 200.000 Eier befruchtet. Die Befruchtungsrate in dieser Form beträgt über 95 Prozent – in der freien Natur wäre es nicht einmal die Hälfte. Nach dem Akt geht es für die Forellen zurück in den Kellersee, denn die Zuchtfische sind nicht für den Essteller bestimmt. Die befruchteten Eizellen liegen 100 Tage in einem Glasbrutbehälter. Dann werden sie in die ostholsteinischen Seen ausgesetzt. Bevor sie sich dort wieder in großer Zahl tummeln, werden jedoch noch Jahre vergehen. Das Warten wird sich für den Fischliebhaber aber lohnen.

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